Gisela

Ein Spielfilm von Isabelle Stever.

Der Film wurde auf dem Crossing Europe Filmfestival Linz in der Kategorie: Wettbewerb Europäisches Kino mit dem "Crossing Europe Award 2006" ausgezeichnet.
http://www.crossingeurope.at/

Gisela hat in Svetlogorsk (Russland) auf dem BALTIC DEBUTS FILM FESTIVAL 2006 den Preis für den besten Film erhalten.

Eine Dreiecksgeschichte. Sozialer Wohnungsbau im schön gelegenen irgendwo. Dort lebt Gisela, eine verheiratete junge Frau. Georg und Paul sind zwei gutgelaunte Herumtreiber, die sich in sexuellen Prahlereien und Trinkgelagen ergehen.

Gisela allerdings ist nicht so leicht herumzukriegen, wie Georg sagt: "Früher hätt ich sie schon gebürstet, aber heute ist sie nur noch fett, alt und hässlich. Außerdem lässt sie immer noch keinen ran!" Aber Paul gelingt es. Er wird Giselas Liebhaber. Georg ist dagegen und setzt sein beachtliches destruktives Potential frei.

Wir sehen drei Menschen, die eine Einsamkeit verbindet. Ihre Sehnsüchte werden auf den jeweils anderen projiziert, und trotz es aussieht, als wären ihre Erwartungen aneinander unvereinbar, findet sich im Laufe der Geschichte mehr und mehr die Möglichkeit für ein glückliches Ende.


Anmerkungen der Regisseurin Isabelle Stever

Für mich ist "GISELA" ein Film über Freiheit. Der Anarchismus des Romans verlangt nach einem Film, der keine Milieustudie sein darf. Und so habe ich das Dekor abstrakt gehalten, um die Konzentration auf die Charaktere zu lenken.

Georg, Paul und Gisela messen ihr Handeln nicht an Moral im konventionellen Sinne, deswegen fand ich es aufregend, sie für modern zu halten. Also wollte ich ihre Charaktere nicht suggestiv bewerten, sondern wollte ihnen eine sachliche Authentizität geben.

"Gisela" hat drei Hauptfiguren. Die Motive für ihre Entscheidungen werden nicht ausgesprochen. Die Charaktere und die Handlung sind das Angebot für eine Geschichte, die im Kopf des Zuschauers entsteht und dadurch zwangsläufig persönlich wird.
Regie:
Isabelle Stever
Drehbuch:
Anke Stelling und Isabelle Stever
Schnitt:
Christian Krämer
Kamera:
James Carman
Ton:
Ulf Hermann
Musik:
Jojo Röhm, Jochen Arbeit
Ausstattung:
Volker Tobian
Darsteller:
Anne Weinknecht, Carlo Ljubek, Stefan Rudolf
Produzent:
Gerd Haag
Co-Produktion:
WDR
Redaktion:
Barbara Buhl, WDR
Länge:
90 Min.
Produktionsjahr:
2005
Förderung:
Filmstiftung NRW
Gisela

Auszeichnungen/Festivals
2006
Baltic Debuts Film Festival, Svetlogorsk, Russland - 1. Preis für den besten Film
Crossing Europe Award 2006, Kategorie: Wettbewerb, Europäisches Kino
Termine
27.06.2005, 22:00 h, Uraufführung auf dem Filmfest München; http://www.filmfest-muenchen.de
03.08.2005 - 13.08.2005, 58. Internationales Filmfestival Locarno; http://www.pardo.ch
07.09.2005 - 11.09.2005, 12. Internationales Filmfest Oldenburg; http://www.filmfest-oldenburg.de
18.09.2005 - 25.09.2005, The New Montreal FilmFest; http://www.montrealfilmfest.com
12.10.2005 - 18.10.2005, Festival du Film allemand, Paris; http://www.festivalcineallemand.com
19.10.2005 - 03.11.2005, 4th London Film Festival; http://www.lff.org.uk
30.11.2005 - 04.12.2005, FILMZ - Festival des Deutschen Kinos; http://www.filmz-mainz.de
23.01.2006 - 29.01.2006, 27. Filmfestival Max Ophüls Preis; http://www.max-ophuels-preis.de/
27.01.2006 - 06.02.2006, 29. Göteborg Film Festival; http://www.filmfestival.org/filmfestival/
09.02.2006 - 19.02.2006, 56. Internationale Filmfestspiele Berlin; http://www.berlinale.de
25.04.2006 - 30.04.2006, Crossing Europe Filmfestival Linz; http://www.crossingeurope.at
20.08.2007, 22:45 h, ARD