Der Film entstand als Koproduktion von TAG/TRAUM mit der Filmakademie Baden-Württemberg und in Zusammenarbeit mit dem BR und dem SWR. Es ist Iains Abschlußfilm und für den Producer, Till Schmerbeck, der Zweitjahresfilm an der Akademie. Für das Drehbuch war er - zusammen mit Silke Parzich - auf der diesjährigen Berlinale von der MFG mit dem Drehbuchpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden.
"Das Verlangen" ist die Geschichte einer Befreiung. Die verschlossene Pfarrersfrau Lena lebt mit ihrem despotischen Mann Johannes in einem Dorf irgendwo am Rande des schwäbisch-fränkischen Waldes. Lenas Alltag ist eintönig: ein Leben zwischen Krankenpflege, Orgeldienst und kaum freiwilligem Beischlaf. Erst als Lena den Mechaniker Paul kennenlernt, wächst eine zarte Pfanze der Zuneigung, nach der sie sich so lange gesehnt hat. Diese Begegnung ist der Beginn einer Emanzipation, die Lena dazu bringt, Pauls Geheimnis im Zusammenhang mit den mysteriösen Mädchenmorden im Dorf zu decken.
Iain Dilthey hat mit "Das Verlangen" seine Sehnsuchtstrilogie vollendet. Deren erster Teil, ein Kurzfilm, trug den Titel "Sommer auf Horlachen". Der zweite Teil, der Spielfilm "Ich werde Dich auf Händen tragen", war schon letztes Jahr im Wettbewerb in Locarno zu sehen.
Was für ein wunderbarer Preis! Für einen Film, der das Publikum und die Fachpresse - auch in Locarno - durchaus polarisiert. Endlich ein grosser Preis eines A-Festivals für Deutschland und eine mutige Entscheidung der Jury. Darin das "erlösende Moment in einem langjährigen Trauma des jungen deutschen Films" zu sehen – wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, ist vielleicht ein wenig zu groß gedacht.
Wir sehen in "Das Verlangen" zunächst einen ungewöhnlichen Film, der abseits der vielberufenen Erfolgskriterien entstand, konsequent im künstlerischen Ausdruck wie im Einsatz seiner ästhetischen Mittel. Ein Film, der keine Rückbesinnung oder Referenz auf die verloren geglaubten grossen Vorgänger des deutschen Films braucht, um ihm ein Selbstbewußtsein zu geben.
Dieser Film ist eine markante Farbe unter vielen anderen, wie sie vor allem von jungen Regisseuren in diesem Land artikuliert wird. So soll dieser Film mit dazu beitragen, eine Diskussion in Gang zu setzen, in der es um eine Selbstbestimmung des jungen deutschen Films gehen sollte – vielleicht eine Weile noch jenseits der Marktmechanismen und den z.T. undifferenzierten Erwartungen der nationalen Filmkritik.
"Das Verlangen" ist die Geschichte einer Befreiung. Die verschlossene Pfarrersfrau Lena lebt mit ihrem despotischen Mann Johannes in einem Dorf irgendwo am Rande des schwäbisch-fränkischen Waldes. Lenas Alltag ist eintönig: ein Leben zwischen Krankenpflege, Orgeldienst und kaum freiwilligem Beischlaf. Erst als Lena den Mechaniker Paul kennenlernt, wächst eine zarte Pfanze der Zuneigung, nach der sie sich so lange gesehnt hat. Diese Begegnung ist der Beginn einer Emanzipation, die Lena dazu bringt, Pauls Geheimnis im Zusammenhang mit den mysteriösen Mädchenmorden im Dorf zu decken.
Iain Dilthey hat mit "Das Verlangen" seine Sehnsuchtstrilogie vollendet. Deren erster Teil, ein Kurzfilm, trug den Titel "Sommer auf Horlachen". Der zweite Teil, der Spielfilm "Ich werde Dich auf Händen tragen", war schon letztes Jahr im Wettbewerb in Locarno zu sehen.
Was für ein wunderbarer Preis! Für einen Film, der das Publikum und die Fachpresse - auch in Locarno - durchaus polarisiert. Endlich ein grosser Preis eines A-Festivals für Deutschland und eine mutige Entscheidung der Jury. Darin das "erlösende Moment in einem langjährigen Trauma des jungen deutschen Films" zu sehen – wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, ist vielleicht ein wenig zu groß gedacht.
Wir sehen in "Das Verlangen" zunächst einen ungewöhnlichen Film, der abseits der vielberufenen Erfolgskriterien entstand, konsequent im künstlerischen Ausdruck wie im Einsatz seiner ästhetischen Mittel. Ein Film, der keine Rückbesinnung oder Referenz auf die verloren geglaubten grossen Vorgänger des deutschen Films braucht, um ihm ein Selbstbewußtsein zu geben.
Dieser Film ist eine markante Farbe unter vielen anderen, wie sie vor allem von jungen Regisseuren in diesem Land artikuliert wird. So soll dieser Film mit dazu beitragen, eine Diskussion in Gang zu setzen, in der es um eine Selbstbestimmung des jungen deutschen Films gehen sollte – vielleicht eine Weile noch jenseits der Marktmechanismen und den z.T. undifferenzierten Erwartungen der nationalen Filmkritik.
Regie:
Iain Dilthey
Drehbuch:
Iain Dilthey, Silke Parzich
Schnitt:
Barbara Hoffmann
Kamera:
Justus Pankau
Produzent:
Til Schmerbeck, Gerd Haag
Länge:
90 Minuten
Webseite:
Produktionsjahr:
2002

Rezensionen
Frankfurter Allgemeine Zeitung
(27.05.2004)
Stuttgarter Nachrichten
(13.05.2004)
Stuttgarter Zeitung
(13.05.2004)
Die Welt
(13.05.2004)
Die Welt
(13.05.2004)
Der Tagesspiegel
(27.05.2004)
Süddeutsche Zeitung
(12.08.2002)
Der Tagesspiegel
(12.08.2002)
Frankfurter Allgemeine Zeitung
(13.08.2002)
Der Blick (CH)
(12.08.2002)
MZ (CH)
(12.08.2002)
Neue Luzerner Zeitung (CH)
(12.08.2002)
Kölner Stadtanzeiger, 12./13. 08. 2006
(12.08.2006)
Preise/Auszeichnungen
2002
Termine
02.12.2005, 23:30 h, ARD
18.01.2007 - 25.01.2007, Trieste Film Festival
18.01.2007 - 25.01.2007, Trieste Film Festival
