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12.08.2002
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Iain Dilthey unternimmt Erkundungen ins gesellschaftliche Abseits, auf jenes Terrain der bürgerlichen Gesellschaft, das geprägt wird von grotesker, grausamer Stagnation. Er lässt die Zeit einfrieren, er macht die Monotonie zu einer Art production value und filmt mit einer Unerbittlichkeit, mit einer kühlen Objektivität, die manche an Bunuel, manche an Brecht oder Dreyer erinnern mag.
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Äußerst trostlos ist das Leben der Pfarrersfrau Lena in Iain Diltheys "Das Verlangen". Ihr Gatte ist ein derart fies-despotischer Patriarch, wie man ihn zuletzt vielleicht in schwedischen Filmen der fünfziger Jahre gesichtet hat.