Heimat-Report - Ayse und andere Deutsche

Ein Film von Antonio Cascais

Immer öfter treten Einwanderer der ersten - und vor allem der zweiten und dritten - Generation als Vermittler deutscher Kultur und als Repräsentanten des öffentlichen Lebens in Deutschland in Erscheinung. Und so mancher macht deutsches Kulturschaffen sogar zum Exportschlager. Migranten schöpfen aus der Spannung mehrerer Kulturen, zwischen denen sie sich selbstverständlich bewegen. Sie holen sich die Inspiration in der Heimat ihrer Eltern oder Großeltern. Und sie versuchen, in Hamburg, Köln, Frankfurt und Berlin ihre „Beats“ zu etablieren und neue Wege einzuschlagen.

Migranten erzwingen das Miteinander der Kulturen. Sie sind die Vorreiter in Sachen Wahrnehmung von Unterschieden zwischen Kulturen und zwangsläufig auf den interkulturellen Dialog angewiesen. Sie leben vor, wie die Gesellschaft in Zukunft funktionieren könnte/sollte. Interkulturalität ist unsere Bestimmung.

Die Protagonisten des Films sind Ayse Polat, kurdisch-stämmige Filmregisseurin und Drehbuchautorin aus Hamburg, Juan Amador, Spitzenkoch und Sohn spanischer Einwanderer, Nicole da Silva, Popstar aus Köln sowie Wladimir Kaminer, russisch-stämmiger Schriftsteller mit deutschem Paß und Wohnsitz in Berlin.

In Antonio Cascais‘ Film geht es um die Chancen, die die deutsche Gesellschaft und der deutsche Kulturbetrieb Einwanderern eröffnet; aber auch um die Grenzen, an die Migranten in Deutschland immer wieder und immer noch stoßen.
Regie:
Antonio Cascais
Schnitt:
Ruben Bürgam
Kamera:
Torsten Lapp
Ton:
Christian Krämer
Produzent:
Gerd Haag
Redaktion:
Andrea Ernst, WDR/ARTE
Länge:
45 Min
Produktionsjahr:
2005
Heimat-Report

Termin
21.08.2005, 23:35 h, Im Rahmen des Themenabends "Grenzgänger - Europa in Bewegung", ARTE