Ein Film von Angi Welz-Rommel
Was man schon immer über alte Leute wissen wollte, erzählen sie uns am besten selbst. Es kommen zu Wort Alfredos Modelle – allesamt über 80 – im gleichnamigen Film.
Sie haben Kriege überstanden, gesellschaftliche Umbrüche erlebt, Glück empfunden und geplatzten Träumen hinterher getrauert. Jenseits von Kukident und Rentendiskussion setzen sie sich lebendig und humorvoll mit ihrem langen Leben auseinander, aber auch mit ihrem nahen Tod. Die Melancholie und die Art ihrer Erzählung berührt generationenübergreifend. "Das Sesam öffne dich" zu diesen spannenden Biographien des 20. Jahrhunderts ist der 48-jährige spanische Maler Alfedo Fernández y González, dessen Leidenschaft alte Gesichter sind. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, alte Menschen zu porträtieren, um den Spuren ihres Lebens auf die Schliche zu kommen.
Alfredo malt in expressiven Tönen und Formen. Er beginnt immer mit den Augen. „Als Fenster zur Seele“, sind sie meist überdimensional groß und spielen eine zentrale Rolle in der Komposition seiner Bilder. Kein naturalistisches Abbild entsteht, im Gegenteil, Alfredo möchte den Charakter, das Temperament, die Stärken und Schwächen seiner Modelle aufspüren. Seine Bilder rufen bei ihnen Assoziationen und Erinnerungen wach. Schnell wird klar, wie sehr die porträtierten Alten sich angeregt fühlen, einen ersten, neuen oder veränderten Blick auf die eigene Vergangenheit zu werfen. Und davon erzählen sie uns.
„Alfredos Modelle“ ist kein Film über Malerei und auch kein Porträt des Malers Alfredo, auch wenn die Porträtsitzungen für die filmische Struktur eine tragende Rolle spielen. Der Film dokumentiert den bisher einzigartigen Versuch, über ein Abbild, ein gemaltes Porträt, die Emotionen eines alten Menschen zu wecken und ihre aktuelle Lebensweise transparenter zu machen - ohne Psychiater oder ärztliche Hilfe, ohne Weinerlichkeit und falsche Sentimentalität.
Ein amüsanter Film, der fesselt und berührt. Selten sah man alte Menschen so lebendig, witzig, erfüllt und nachdenklich zugleich.
Sie haben Kriege überstanden, gesellschaftliche Umbrüche erlebt, Glück empfunden und geplatzten Träumen hinterher getrauert. Jenseits von Kukident und Rentendiskussion setzen sie sich lebendig und humorvoll mit ihrem langen Leben auseinander, aber auch mit ihrem nahen Tod. Die Melancholie und die Art ihrer Erzählung berührt generationenübergreifend. "Das Sesam öffne dich" zu diesen spannenden Biographien des 20. Jahrhunderts ist der 48-jährige spanische Maler Alfedo Fernández y González, dessen Leidenschaft alte Gesichter sind. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, alte Menschen zu porträtieren, um den Spuren ihres Lebens auf die Schliche zu kommen.
Alfredo malt in expressiven Tönen und Formen. Er beginnt immer mit den Augen. „Als Fenster zur Seele“, sind sie meist überdimensional groß und spielen eine zentrale Rolle in der Komposition seiner Bilder. Kein naturalistisches Abbild entsteht, im Gegenteil, Alfredo möchte den Charakter, das Temperament, die Stärken und Schwächen seiner Modelle aufspüren. Seine Bilder rufen bei ihnen Assoziationen und Erinnerungen wach. Schnell wird klar, wie sehr die porträtierten Alten sich angeregt fühlen, einen ersten, neuen oder veränderten Blick auf die eigene Vergangenheit zu werfen. Und davon erzählen sie uns.
„Alfredos Modelle“ ist kein Film über Malerei und auch kein Porträt des Malers Alfredo, auch wenn die Porträtsitzungen für die filmische Struktur eine tragende Rolle spielen. Der Film dokumentiert den bisher einzigartigen Versuch, über ein Abbild, ein gemaltes Porträt, die Emotionen eines alten Menschen zu wecken und ihre aktuelle Lebensweise transparenter zu machen - ohne Psychiater oder ärztliche Hilfe, ohne Weinerlichkeit und falsche Sentimentalität.
Ein amüsanter Film, der fesselt und berührt. Selten sah man alte Menschen so lebendig, witzig, erfüllt und nachdenklich zugleich.
Regie:
Angi Welz-Rommel
Schnitt:
Inge Schneider
Kamera:
Marcus Winterbauer
Ton:
Ulla Kösterke
Musik:
Simon Stockhausen
Produzent:
Gerd Haag, Anahita Nazemi
Redaktion:
Christian Popp, RBB/ARTE
Länge:
72 Min
Produktionsjahr:
2005
Förderung:
Filmstiftung NRW, Produktion II

Termine
27.06.2005, 14:30 h, Uraufführung auf dem Filmfest München
29.01.2006, 22:30 h, ARTE
29.01.2006, 22:30 h, ARTE
