Ein Film von Gisela Anna Stümpel
Die Funktion des Vaters war lange Zeit reduziert auf die Rolle des Ernährers und Versorgers. Die Kindererziehung war ausschließlich die Domäne der Mutter,
Inzwischen aber haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Väter ihre Kinder viel stärker prägen, als bisher angenommen, vor allem emotional. Denn der Vater ist es, der einer Tochter die notwendige Selbstachtung vermittelt, die für die Entfaltung ihrer Persönlichkeit, ihrer geistigen Gesundheit und ihrer beruflichen Leistungen und Möglichkeiten unerlässlich ist und die eine solide Grundlage bilden, auf der sie ihr Leben aufbauen kann. So haben Untersuchungen bei erfolgreichen Frauen den Beweis erbracht, dass die Rolle des Vaters einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Tochter hat – ganz besonders, wenn es um Leistungen geht.
Welche Rolle der Vater im Leben einer Tochter einnehmen kann und wie er dieses Leben prägt - nicht zuletzt auch in Bezug auf die spätere Partnerwahl der Töchter - zeigt der Film in sechs eindrucksvollen Fallbeispielen, die aus fachlich kompetenter Sicht ergänzt werden. Dabei stehen die sechs Lebensgeschichten – meist Töchter prominenter Väter – für sehr unterschiedliche Vater-Tochter-Beziehungen:
Einzige Tochter des Hollywood-Stars Gary Cooper ist Maria Janis Cooper. Maria war 11 Jahre, als Cooper Frau und Tochter für seine Geliebte verlässt. Maria verurteilt allein die Geliebte, den Vater schont sie, empfindet Mitleid mit ihm in seiner Zerrissenheit.
Urenkelin von Richard Wagner und Tochter von Wieland Wagner ist Nike Wagner. Ungeachtet seines schwierigen Charakters und seiner außerehelichen Eskapaden verehrt und bewundert Nike ihren Vater und vermisst ihn nach seinem frühen Tod ein Leben lang.
Kristina van Eyck ist die Tochter des deutschen Filmschauspielers Peter van Eyck. Als er an Krebs stirbt, ist Kristina erst 14. Zu früh auf sich gestellt, wird auch sie nach einigen Um- und Irrwegen Schauspielerin.
Florentine Joop nennt sich ein "Papakind" und hat unter der Scheidung der Eltern und der Trennung von ihrem Vater Wolfgang Joop sehr gelitten. Aber mehr noch als sein Auszug hat die wachsende Berühmtheit von Wolfgang Joop sie ihm entfremdet. Heute erst, mit 32 Jahren, hat sie ein zwar distanziertes, aber doch herzliches und erwachsenes Verhältnis zu ihrem Vater.
Yehudi Menuhin wird als der Violinist des 20. Jahrhunderts gewürdigt. Auch seine einzige Tochter Zamira Benthall-Menuhin bewunderte seine Persönlichkeit und seine Kunst, aber der Vater, den sie gebraucht hätte, war er nicht. Im Schatten seines Ruhmes suchte sie seine Anerkennung und musste ihren eigenen Weg finden.
Ein Scheidungskind aus der Ehe zweier Akademiker der 68er Generation ist Esther Schissler. Ihr Weg scheint dadurch geprägt, dass es nach der frühen Trennung der Eltern für viele Jahre in ihrem Umfeld keine männliche Bezugsperson mehr gab, die wegweisend und auch Grenzen setzend ihr Leben begleitet hätte.
Sechs eindrucksvolle Beispiele in einem Film, der die Rolle des Vaters im Leben einer Frau einfühlsam in Szene setzt.
Inzwischen aber haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Väter ihre Kinder viel stärker prägen, als bisher angenommen, vor allem emotional. Denn der Vater ist es, der einer Tochter die notwendige Selbstachtung vermittelt, die für die Entfaltung ihrer Persönlichkeit, ihrer geistigen Gesundheit und ihrer beruflichen Leistungen und Möglichkeiten unerlässlich ist und die eine solide Grundlage bilden, auf der sie ihr Leben aufbauen kann. So haben Untersuchungen bei erfolgreichen Frauen den Beweis erbracht, dass die Rolle des Vaters einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Tochter hat – ganz besonders, wenn es um Leistungen geht.
Welche Rolle der Vater im Leben einer Tochter einnehmen kann und wie er dieses Leben prägt - nicht zuletzt auch in Bezug auf die spätere Partnerwahl der Töchter - zeigt der Film in sechs eindrucksvollen Fallbeispielen, die aus fachlich kompetenter Sicht ergänzt werden. Dabei stehen die sechs Lebensgeschichten – meist Töchter prominenter Väter – für sehr unterschiedliche Vater-Tochter-Beziehungen:
Einzige Tochter des Hollywood-Stars Gary Cooper ist Maria Janis Cooper. Maria war 11 Jahre, als Cooper Frau und Tochter für seine Geliebte verlässt. Maria verurteilt allein die Geliebte, den Vater schont sie, empfindet Mitleid mit ihm in seiner Zerrissenheit.
Urenkelin von Richard Wagner und Tochter von Wieland Wagner ist Nike Wagner. Ungeachtet seines schwierigen Charakters und seiner außerehelichen Eskapaden verehrt und bewundert Nike ihren Vater und vermisst ihn nach seinem frühen Tod ein Leben lang.
Kristina van Eyck ist die Tochter des deutschen Filmschauspielers Peter van Eyck. Als er an Krebs stirbt, ist Kristina erst 14. Zu früh auf sich gestellt, wird auch sie nach einigen Um- und Irrwegen Schauspielerin.
Florentine Joop nennt sich ein "Papakind" und hat unter der Scheidung der Eltern und der Trennung von ihrem Vater Wolfgang Joop sehr gelitten. Aber mehr noch als sein Auszug hat die wachsende Berühmtheit von Wolfgang Joop sie ihm entfremdet. Heute erst, mit 32 Jahren, hat sie ein zwar distanziertes, aber doch herzliches und erwachsenes Verhältnis zu ihrem Vater.
Yehudi Menuhin wird als der Violinist des 20. Jahrhunderts gewürdigt. Auch seine einzige Tochter Zamira Benthall-Menuhin bewunderte seine Persönlichkeit und seine Kunst, aber der Vater, den sie gebraucht hätte, war er nicht. Im Schatten seines Ruhmes suchte sie seine Anerkennung und musste ihren eigenen Weg finden.
Ein Scheidungskind aus der Ehe zweier Akademiker der 68er Generation ist Esther Schissler. Ihr Weg scheint dadurch geprägt, dass es nach der frühen Trennung der Eltern für viele Jahre in ihrem Umfeld keine männliche Bezugsperson mehr gab, die wegweisend und auch Grenzen setzend ihr Leben begleitet hätte.
Sechs eindrucksvolle Beispiele in einem Film, der die Rolle des Vaters im Leben einer Frau einfühlsam in Szene setzt.
Regie:
Gisela Anna Stümpel
Schnitt:
Volker Gehrke
Kamera:
Klaus Sturm
Ton:
Christian Krämer, Tobias Linsel, Tobias Klutke
Herstellungsleitung:
Cornelia Kellers
Produzent:
Gerd Haag, Anahita Nazemi
Redaktion:
Sabine Rollberg, WDR/ARTE
Länge:
56 Min
Produktionsjahr:
2007

Termin
21.10.2007, 22:30 h, ARTE
